Curala Alternative: ehrlicher Vergleich mit Diktara
Sie suchen eine Curala-Alternative? Curala und Diktara erstellen beide KI-gestützte Arztbriefe für den DACH-Raum. Wir vergleichen offen, was im Alltag wirklich zählt: Plattform und Transkription, Spezialisierung auf den Menschen, ein Assistent, der mitdenkt, Datenschutz bei höchst sensiblen Daten und ein planbarer Preis. Am Ende sagen wir ehrlich, für wen welche Lösung passt.
Dass in Österreich gleich mehrere Teams an der KI-gestützten Arztdokumentation arbeiten, ist ein gutes Zeichen für die Praxen und für die ganze Branche. Curala aus Innsbruck gehört dazu und deckt Human-, Psychotherapie- und Veterinärmedizin ab. Wir haben Curala sieben Tage getestet und Schritt für Schritt mit Diktara verglichen. In diesem Beitrag listen wir unsere Findings ehrlich auf, aus unserer Sicht, aber ohne Schönfärberei. Denn Diktara verfolgt dasselbe Ziel wie Curala, trifft aber bewusst andere Entscheidungen: bei der Plattform, bei der Spezialisierung, beim Assistenten und beim Preis. Worin sich diese Entscheidungen unterscheiden und für wen welche Lösung die passendere ist, zeigen wir offen.
Zuerst die Plattform, nicht der Preis
Ein Werkzeug für den Arztbrief entscheidet sich nicht am Preisschild, sondern im Alltag: Wie kommt das Gespräch ins System, wie sauber ist das Transkript, wie klingt der fertige Entwurf? Deshalb beginnen wir dort, beim Kern. Diktara ist als ambiente Dokumentation gebaut: Es hört das Patientengespräch live mit, filtert Smalltalk heraus und erzeugt daraus den fertigen Entwurf. Im Zentrum steht das Gespräch selbst, nicht ein nachträglich eingetippter Notizblock.
Damit daraus ein Brief wird, dem man vertrauen kann, zählt zweierlei: eine saubere Roh-Transkription, auch bei Dialekt und Fachsprache, und ein Text, der klingt, als hätten Sie ihn selbst geschrieben. Jede Formulierung ist bei Diktara an die konkrete Stelle im Gespräch gebunden: Was nicht gesagt wurde, taucht im Entwurf nicht auf. Gerade in der Medizin ist dieser Unterschied kein Detail, sondern die halbe Miete. Der beste Test ist ohnehin der eigene: Nehmen Sie fünf echte, typische Gespräche, gern mit Dialekt und Fachbegriffen, und vergleichen Sie die Entwürfe nebeneinander.
Nur für Menschen, und deshalb spezialisiert
Hier trennen sich die Wege am deutlichsten. Curala deckt neben der Humanmedizin auch die Veterinärmedizin ab. Diktara konzentriert sich bewusst auf den Menschen: Human- und Psychotherapiemedizin, sonst nichts. Diese Fokussierung ist kein Verzicht, sondern der Grund, warum wir Spezialwissen direkt in die Plattform bauen können, statt es allgemein zu halten.
- Eine integrierte medizinische Datenbank, auf die der Entwurf zurückgreift: korrekte Fachbegriffe statt ungefährer Formulierungen.
- Ein ICD-10-Generator direkt in der Plattform: passende Codes zum dokumentierten Befund, ohne Nachschlagen in einem zweiten Tool.
- Vorlagen und Strukturen, die auf Arztbrief, Befund und psychotherapeutische Dokumentation zugeschnitten sind, nicht auf den gemeinsamen Nenner mehrerer Fachrichtungen.
Wer alles für alle abdeckt, muss zwangsläufig allgemeiner bleiben. Wer sich auf die Humanmedizin beschränkt, kann tiefer gehen. Diese Tiefe ist genau das, was einen belastbaren Arztbrief von einem netten Textentwurf unterscheidet.
Ein Assistent, der mitdenkt, bedient wie ChatGPT
Der vielleicht spürbarste Unterschied liegt darin, wie sich Diktara anfühlt. Wir haben die Plattform rund um einen Assistenten gebaut, den Sie jederzeit ansprechen können, gesprochen oder geschrieben, so wie Sie es von ChatGPT und ähnlichen Werkzeugen kennen. Der Arztbrief ist damit kein starres Formular, das Sie hinnehmen, sondern ein Entwurf, mit dem Sie im Dialog bleiben.
- Text zu lang? Sagen Sie es dem Assistenten, er kürzt und strafft, ohne umständliches Editieren.
- Eine Formulierung soll sachlicher, freundlicher oder knapper klingen? Ein Satz genügt.
- Eine medizinische Frage mitten in der Dokumentation? Fragen Sie direkt in der Plattform, statt das Fenster zu wechseln.
- Etwas fehlt oder soll umgestellt werden? Sie diktieren die Änderung, statt sie zu tippen.
Das verschiebt die Arbeit von „nachträglich korrigieren“ zu „im Gespräch anpassen“. Der Assistent ist bei Diktara kein Zusatzfeature neben der Doku, sondern die Art, wie man die Plattform bedient.
Höchst sensible Daten verdienen die unbequeme Frage
Ein Arztbrief enthält mit das Sensibelste, was es an Daten überhaupt gibt: Diagnosen, psychische Erkrankungen, Befunde einzelner, identifizierbarer Menschen. Datenschutz ist hier kein Häkchen auf einer Liste, sondern die Grundlage des Vertrauens zwischen Ihnen und Ihren Patient:innen. Diktara ist genau dafür gebaut: Server in der EU, kein Training mit Ihren Daten, ein Auftragsverarbeitungsvertrag als Grundlage.
Daraus folgt eine unbequeme, aber ehrliche Frage, und zwar nicht an einen einzelnen Anbieter, sondern an jedes Werkzeug: Wenn etwas dauerhaft kostenlos ist, womit finanziert es sich dann? „Kostenlos“ hat in der Software oft einen Preis, der nur nicht auf der Rechnung steht; häufig sind es die Daten selbst. Bei Urlaubsfotos mag man darüber hinwegsehen. Bei den medizinischen Sorgen der eigenen Patient:innen sollte man die Frage stellen, bevor man sich entscheidet, und sich die Antwort schriftlich geben lassen. Für Diktara gilt: Ihre Inhalte sind kein Rohstoff, mit dem wir etwas anderes bezahlen.
Und der Preis: planbar statt nutzungsabhängig
Erst jetzt, mit der Plattform im Blick, lohnt der Blick auf den Preis, denn er folgt derselben Haltung. Curala rechnet in den Einstiegs- und Mitteltarifen nutzungsabhängig ab: eine monatliche Grundgebühr enthält ein Kontingent an Konsultationen, jede weitere wird einzeln berechnet. Das ist legitim, bedeutet aber, dass die Rechnung mit der Auslastung schwankt; in einem vollen Monat steht am Ende womöglich mehr. Diktara geht den umgekehrten Weg: ein Fixpreis, unbegrenzte Konsultationen, in jedem Plan. Sie wissen am Monatsanfang, was am Monatsende steht.
Diktara: alles in Österreich verarbeitet, 50 % Rabatt im ersten Jahr.
Jetzt kostenlos startenFairerweise: Curala bietet mit dem Unlimited-Tarif ebenfalls eine Flatrate an, und der Einstieg ist günstiger als bei Diktara. Wer wenig dokumentiert, fährt dort preislich gut. Der Unterschied ist die Grundhaltung: Bei Diktara ist die Flatrate nicht der teuerste Tarif, sondern der einzige. Und bei den Vorlagen: Eine Vorlage ist nichts anderes als Ihr Dokumentationsstil in Form gegossen. Diktara lässt Sie eigene Vorlagen in jedem Plan hinterlegen; Curala erlaubt eigene erst im Unlimited-Tarif und begrenzt sie dort auf fünf. (Alle Preise netto, zzgl. USt.)
Was für Diktara spricht
- Von der Transkription her gedacht: saubere Erkennung, Quellbindung, ein Text, der nach Ihnen klingt.
- Nur Humanmedizin & Psychotherapie, und dadurch echtes Fachwissen wie ICD-10-Generator und medizinische Datenbank direkt integriert.
- Ein Assistent per Sprache und Text: kürzen, umformulieren, nachfragen, alles im Dialog statt im Formular.
- Ein Fixpreis mit unbegrenzten Konsultationen und eigenen Vorlagen in jedem Plan.
- Server in der EU, kein Training mit Ihren Daten.
Was für Curala spricht
- Deckt zusätzlich die Veterinärmedizin ab, interessant für gemischte oder tierärztliche Praxen.
- Ein kostenloser Einstieg und niedrige Einstiegspreise für wenige Konsultationen.
- Ein Mikrofon ist in den bezahlten Tarifen enthalten.
- Verarbeitung auf Servern in Österreich, keine Speicherung des Audios.
Ehrlich gesagt
Welches Werkzeug passt, hängt von Ihrem Alltag ab. Eine Praxis mit tierärztlichem Anteil oder mit nur wenigen Konsultationen im Monat kann bei Curala gut aufgehoben sein; der kostenlose Einstieg macht das Ausprobieren leicht. Wer dagegen viel dokumentiert, ausschließlich mit Menschen arbeitet, eine planbare Rechnung möchte und bei Transkript- und Textqualität keine Kompromisse eingehen will, ist bei Diktara bewusst im Premium-Segment richtig. Wir glauben: Bei etwas so Sensiblem wie dem Arztbrief lohnt sich Qualität, ein Werkzeug, das mitdenkt, und ein Preis, der nicht überrascht.
Ein guter Vergleich endet nicht mit einer Tabelle, sondern mit der Frage: Welcher Entwurf würde morgen ohne Nacharbeit in Ihre Akte passen, und wem vertrauen Sie die sensibelsten Daten Ihrer Patient:innen an?
Weitere Vergleiche
Zum vollständigen Bild lohnt auch der Blick auf Diktara vs. myScribe, Diktara vs. Dragon Medical One und Diktara vs. ChatGPT. Und wenn Sie den Aufbau eines Arztbriefs selbst in der Hand behalten möchten, führt der Arztbrief-Generator Schritt für Schritt zum Entwurf.
Geschrieben vom Diktara Team
Zuletzt aktualisiert am 18. Juli 2026